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Covid-19
Antigen Schnelltestpunkt

Fragen & Antworten

Die häufigsten Fragen zum Covid-19 Antigen Schnelltest:

 Änderungen der MedizinprodukteAbgabeverordnung

(Stand 02.03.2021; Bundesgesundheitsministerium)

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https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/mpav-aend.html

 Warum wird die Abgabebeschränkung für sog. Antigen-Selbsttest aufgehoben?
 Es wird davon ausgegangen, dass Antigen-Tests zur Eigenanwendung durch den niedrigschwelligen Einsatz zur Erkennung sonst unerkannter Fälle führen und damit einen Beitrag zur Kontrolle der Pandemie leisten. Bei korrekter Durchführung des Tests sowie die anschließende Bestätigung positiver Testergebnisse durch einen PCR-Test, kann ein schnelles eigenverantwortliches Ergreifen von Maßnahmen zu einer Verbesserung des Infektionsschutzes und zu einer Verlangsamung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 führen. Über die beim Antigen-Selbsttest zur Verfügung gestellten Materialien (z.B. Beipackzettel) erhalten Anwender auch Präventionsinformationen, wie zum Beispiel Hinweise und Anweisungen zu den zu treffenden Maßnahmen (bei positivem, negativem oder unklarem Ergebnis) und zur Möglichkeit eines falsch positiven oder falsch negativen Ergebnisses, sowie den Hinweis, dass ohne vorherige Konsultation des Arztes keine medizinisch wichtigen Entscheidungen getroffen werden dürfen. Eine Auflockerung des bisherigen Grundsatzes einer verknüpften Beratung und Testung scheint daher gerechtfertigt. Auswirkungen auf die epidemiologische Überwachung sollen durch umfassende Informationen über die Notwendigkeit und Sicherstellungeiner Bestätigungsdiagnostik und damit Eingang in das Meldesystem entgegengewirkt werden.

 Wann stehen sog. Antigen-Selbsttests zur Verfügung?
 Aktuell werden von einer Vielzahl von Unternehmen Antigen-Tests für den Nachweis von SARSCoV-2 entwickelt, bei denen Probennahme, Testung und Bewertung des Ergebnisses durch die zu testende Person selbst, d.h. durch medizinische Laien, möglich sind. Als In vitro-Diagnostika unterliegen diese Tests dem Medizinproduktegesetz, welches die Richtlinie 98/79/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Oktober 1998 über In-vitro-Diagnostika umsetzt. Danach müssen Tests zur Eigenanwendung so hergestellt sein, dass das Medizinprodukt (inkl. Gebrauchsinformationen, Kennzeichnung etc.) hinsichtlich Sicherheit und Leistungsfähigkeit ausreichend gebrauchstauglich zur Eigenanwendung durch Laien ist und die Ergebnisqualität unter diesen Anwendungsbedingungen sichergestellt werden kann. Dies umfasst die gesamte Anwendung des Tests und schließt auch die Berücksichtigung einer entsprechend gebrauchstauglichen bzw. zuverlässigen Probennahme und Ergebnisdarstellung ein. Für den Marktzugang ist die Erfüllung dieser Vorgaben gegenüber einer Benannten Stelle - 6 - nachzuweisen. Zudem wird geprüft, dass die Gebrauchsinformationen den Anwender über das erhaltene Ergebnis detailliert aufklären und die Bedeutung erläutern. Wenn die vorgenannten Vorgaben vollumfänglich erfüllt und von der Benannten Stelle im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahrens bestätigt wurden, ist eine Verkehrsfähigkeit gegeben.

Kann ich sog. Selbsttests nur in der Apotheke erwerben?
Die Selbsttests können in der Apotheke, aber auch über andere Vertriebswege erworben werden.

Werden diese Tests z.B. durch die Krankenkasse erstattet?
Das ist bei sog. Antigen-Selbsttests, die ausschließlich im privaten Umfeld zum Einsatz kommen, nicht vorgesehen. Ob eine Erstattung erfolgen kann, wenn solche Tests zum Beispiel in Pflegeheimen bei der Testung von Besuchern verwendet werden, wird derzeit geprüft.

ANLAGE
Diese Liste ist eine beispielhafte Aufzählung von Personen, Unternehmen und Einrichtungen, an die PoC-Antigenschnelltest abgegeben werden können. Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 
• Ambulante Angebote der Kinder- und Jugendhilfe/aufsuchende Hilfen 
• Ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen 
• Ambulante Kinderpflegedienste 
• Ambulante Rehabilitationseinrichtungen für psychisch erkrankte Menschen (RPK) 
• Angebote der Berufsvorbereitung, -orientierung, -ausbildung oder Ausbildungsbegleitung 
• Angebote der Jugendsozialarbeit mit berufsorientierenden, berufsvorbereitenden oder berufsqualifizierenden Charakter in Werkstätten (z.B. Jugendwerkstätten, Produktionsschulen)
 • Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit 

• Arztpraxen (auch Homöopathen), Zahnarztpraxen 
• Behandlungs- und Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in den Nummern 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind 
• Berufsbildungswerke für Menschen mit Behinderungen 
• Berufsschulen • Besondere Wohnformen für erwachsene Menschen mit Behinderungen
• Betreutes Einzelwohnen in der Kinder- und Jugendhilfe 
• Dialyseeinrichtungen • Diätassistentin und Diätassistent 
• Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden • Einrichtungen für ambulantes Operieren • Entbindungseinrichtungen • Ergotherapeutin und Ergotherapeut 
• Ferienlager/-Freizeiten 
• Frauenhäuser • Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber/ Flüchtlinge 
• Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
• Gesundheits- und Krankenpflegerin und Gesundheits- und Krankenpfleger 
• Grundschulen • Hebammen und Entbindungspfleger 
• Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen 
• Hospize - 8 -
• Jugendfreizeiteinrichtungen 
• Kinderhorte • Kindertagespflege, wie Tagesmütter 
• Kindertagesstätten 
• Krankenhäuser 
• Logopädin und Logopäde 
• Masseurin und medizinische Bademeisterin und Masseur und medizinischer Bademeister 
• Mutter-Kind-Einrichtungen für wohnungslose Frauen 
• Mutter-Kind-Einrichtungen gemäß SGB VIII 
• Orthopistin und Orthopist 
• Osteopathen und Osteopathinnen 
• Beruflich Pflegende 
• Physiotherapeutin und Physiotherapeut 
• Podologin und Podologe 
• Rettungsdienste 
• Schulinternate 
• Schwangerschaftsberatungsstellen 
• Sonstige Ausbildungseinrichtungen 
• spezialisierte ambulante Paliativversorgung 
• Sprachtherapeutinnen und Sprachtherapeuten, die Praxen betreiben • Stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe 
• Stationäre Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen 
• Stationäre Pflegeeinrichtungen 
• Tageskliniken 
• Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt 
• Weiterführende Schulen 
• Werkstätten für behinderte Menschen 

"Medizinisches Fachpersonal"

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Welche Berufsgruppen zählen als „medizinisches Fachpersonal“?

Medizinisches Fachpersonal hat einen Gesundheitsberuf und Gesundheitsfachberuf in Deutschland erlernt oder einen Beruf im Ausland der gleichgestellt ist.

Altenpfleger

Diätassistent

Ergotherapeut

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger (früher Kinderkrankenschwester/-pfleger)

Gesundheits- und Krankenpfleger (früher Krankenschwester/-pfleger)

Hebamme/Entbindungspfleger

Logopäde

Masseur und medizinischer Bademeister

Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik

Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent

Medizinisch-technischer Radiologieassistent

Notfallsanitäter

Orthoptist

Pharmazeutisch-technischer Assistent

Physiotherapeutin

Podologe

Rettungsassistent (Ausbildungsgang wird nicht mehr angeboten)

Veterinärmedizinisch-technischer Assistent




Testverfahren/Durchführung

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Wie wird eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus labordiagnostisch nachgewiesen? Welche Tests gibt es?

 

Eine akute Infektion wird über den direkten Nachweis des Virus festgestellt. Am zuverlässigsten ist der Nachweis des Erbmaterials des Virus mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Außerdem werden Antigen-Schnelltests in patientennahen Einrichtungen, wie Pflegeheimen, Krankenhäusern oder ambulanten Einrichtungen eingesetzt. Bei diesem Testverfahren werden innerhalb weniger Minuten die Proteine des Virus sichtbar gemacht.

 

Welche Testmöglichkeiten gibt es?

Der Nachweis einer akuten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erfolgt mittels eines direkten Erregernachweises. Der PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) ist bislang der zuverlässigste Test. Er wird von der Krankenkasse bezahlt. Bei diesem Test wird das Virusgenom über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR). Die reine Testzeit beträgt dabei etwa vier bis fünf Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen.

 

Ein weiterer effektiver Test ist der Antigen-Schnelltest. Der Test basiert auf dem Nachweis von SARS-CoV-2-Eiweißen. Dazu muss ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Die einfachere Auswertung eines Antigentests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, z. B. in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtungen sowie Arztpraxen ohne Diagnostiklabor. Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem, medizinischem Personal durchgeführt werden.

Antigentests bieten die Möglichkeit, mehr zu testen und schneller Infektionen zu erkennen. Deswegen eignen sie sich besonders für Besucher, Beschäftigte, Bewohner und Patienten von Pflegeheimen, Krankenhäuser und anderen medizinischen Einrichtungen. Ihr Einsatz soll verhindern, dass sich alte und vorerkrankte Mitbürgerinnen und Mitbürger oder das Personal in medizinischen Einrichtungen mit dem Coronavirus anstecken. Seit dem 4. Dezember 2020 können Antigen-Schnelltests auch an Schulen und Kitas abgegeben werden. Lehrer dürfen sich selbst testen. Und die Schulträger können bei Bedarf mit geschultem Personal Tests vor Ort durchführen.

 

Eine weitere Möglichkeit, eine Infektion nachzuweisen, ist der Antikörper-Test. Ein Test auf spezifische Antikörper im Blut oder Serum ist derzeit insbesondere für Fragestellungen zur Klärung der Verbreitung des Virus sinnvoll. Zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper vergehen ca. ein bis zwei Wochen. SARS-CoV-2 spezifische Antikörper können meist erst nach Abklingen der Symptome bzw. Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörpertests sind daher zum Nachweis einer akuten Infektion nicht geeignet, können aber die Diagnostik ergänzen. Eine Übersicht der Testmöglichkeiten und weitere Informationen erhalten Sie auf Website des Robert Koch-Instituts.

 

Was ist die nationale Teststrategie?

Beim Testen ist ein zielgerichtetes Verfahren wichtig, denn ohne Anlass führt das Testen zu einem falschen Sicherheitsgefühl. Auch ein negativer Corona-Test ist nur eine Momentaufnahme. In Deutschland werden auf Grundlage einer durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt bzw. den öffentlichen Gesundheitsdienst getroffenen Entscheidung bestimmte Personengruppen priorisiert getestet.

 

 

Wie funktionieren Schnelltests?

Der Test basiert auf dem Nachweis von SARS-CoV-2-Eiweißen. Dazu muss ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Die einfachere Auswertung eines Antigentests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, z. B. in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen ohne Diagnostiklabor. Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem, medizinischem Personal durchgeführt werden.

 

Warum sollen Antigentests eingesetzt werden?

Antigentests bieten die Möglichkeit, mehr zu testen und schneller Infektionen zu erkennen. Deswegen eignen sie sich besonders für Besucher, Beschäftigte, Bewohner und Patienten von Pflegeheimen und Krankenhäuser und anderen medizinischen Einrichtungen. Ihr Einsatz soll verhindern, dass sich alte und kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger mit dem Coronavirus anstecken. Für sie ist die Gefahr von schwerwiegenden Folgen einer Infektion am größten. Seit dem 4. Dezember 2020 können Antigen-Schnelltests auch an Schulen und Kitas abgegeben werden. Lehrer dürfen sich selbst testen. Und die Schulträger können bei Bedarf mit geschultem Personal Tests vor Ort durchführen.

Wie sicher ist ein negativer Test?

Unser  Schnelltest weist eine Sensitivität von 98,5 % auf. Das bedeutet, wenn 100 nachweislich mit Corona infizierte Personen den Antigen-Schnelltest machen würden, würden dabei nur ca. 2 Infizierte NICHT als Positiv angezeigt werden. Dabei dürfte es sich aber fast immer um Personen handeln, die zum Zeitpunkt des Tests nur eine geringe Viruslast und geringe Ansteckungsgefahr aufweisen. 

Die Frage, ob man nicht nur akut nicht infektiös ist, sondern auch aktuell gar nicht mit dem Virus infiziert, lässt sich mit einem erneuten Antigen-Schnelltest 2-3 Tage später auch zu annährend 100% ausschließen, sofern man eine zwischenzeitliche Ansteckung durch Quarantäne ausschließen kann. Ein negativer, richtig durchgeführter, hoch sensitiver Antigen-Test bietet eine hohe Sicherheit vor allem für den jeweiligen Tag bzw. für die ersten 24 Stunden nach dem Test, aber niemals eine 100%ige Garantie.

Ist auch nur ein Rachenabstrich möglich?

Unser COVID-19-Schnelltest ist für beide Arten des Abstrichs ausgelegt und erprobt. Allerdings empfehlen wir immer den Nasenabstrich, weil im hinteren Nasenrachenrachen eine mögliche Infektion noch etwas früher nachweisbar ist, als im Rachen. Die Genauigkeit und Sensitivität reduziert sich bei einem Rachenabstrich.

 

Für wen sollen Schnelltests erstattet werden?

Schnelltests sollen vor allem für den Einsatz in medizinischen Einrichtungen erstattet werden. Das sind z.B. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen, etc.

 

Welche Schnelltests werden künftig erstattet? Wer entscheidet das?

Das BfArM führt eine Liste der Hersteller, deren Schnelltests im Rahmen der Nationalen Teststrategie des Bundes erstattet werden.

 

Entfallen jetzt PCR-Tests?

Nein, PCR-Tests bleiben aufgrund ihrer hohen Verlässlichkeit weiterhin essentieller Bestandteil der Teststrategie. Die Nationale Teststrategie legt fest, in welchen Situationen PCR-Tests angezeigt sind und in welchen Antigen-Schnelltests. Ein positiver Antigen-Test muss außerdem immer durch einen positiven PCR-Test bestätigt werden.

 

Ist der Anstieg der COVID-19-Fallzahlen in Deutschland auf die erhöhten Testzahlen zurückzuführen?

Nein, die erhöhten Fallzahlen in diesem Zeitraum gehen nicht auf eine Ausweitung der Tests zurück. Die Ausweitung von Tests kann zu einem Anstieg der Fallzahlen beitragen, weil Fälle entdeckt werden, die sonst unentdeckt geblieben wären.

Der Anstieg von Fallzahlen kommt nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts aber auch, wenn das Infektionsgeschehen generell zunimmt, etwa weil es vermehrt zu lokalen Häufungen von Infektionen kommt (u.a. bei Familienfeiern, bei Freizeitaktivitäten, am Arbeitsplatz oder in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen). Dabei wird dann auch mehr getestet.

Einen Anstieg von Infektionszahlen ließen sich in Deutschland auch aufgrund von positiv getesteten Einreisenden beobachten. Der Aufenthalt in Risikogebieten ist mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden. Gemäß der Teststrategie wurden Einreisende in Deutschland breit auf COVID-19 getestet – die Testzahlen stiegen bis Mitte August von 600.000 auf rund 1 Million pro Woche an. Trotz dieser Ausweitung stieg auch die Positivenquote in dieser Zeit auf rund 1 % an und stabilisierte sich dort. Die Anzahl an Infektionen in Deutschland stieg also real an.

 

Wann kann das Coronavirus mit einem Test zuverlässig nachgewiesen werden? Kann man sich „zu früh“ testen lassen und fälschlicherweise davon ausgehen, dass man sich nicht infiziert hat?

Es ist möglich, dass ein Test noch negativ ausfällt, obwohl die Person bereits infiziert ist. Wenn Sie vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin oder rufen Sie die 116 117 an. Dort wird entschieden, ob Sie wiederholt getestet werden müssen.

 

Wie lange dauert der Nachweis des neuartigen Coronavirus?

Das Testverfahren mittels PCR nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens. In den meisten Fällen liegt ein Ergebnis innerhalb von 24 Stunden vor.

Antigen-Schnelltests zeigen innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis an.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem positiven Test?

In den allermeisten Fällen verläuft eine Erkrankung nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sehr milde und muss nicht behandelt werden, viele Infizierte haben auch gar keine Symptome. Im Zentrum der Behandlung einer schweren Infektion stehen unterstützende Maßnahmen wie z.B. Sauerstoffgabe, kreislaufunterstützende Medikamente und ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ- oder Begleitinfektionen sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie, steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

 

Kann ein Hausarzt einen Test verweigern, wenn ich Symptome zeige?

Der Einschätzung der Ärztin oder des Arztes sollte vertraut werden. Sollte sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtern, wenden Sie sich bitte erneut an Ihre Praxis und klären Sie die nächsten Schritte ab. Wer getestet wird, entscheiden die Kliniken sowie die Haus- und Amtsärztinnen bzw. die Haus- und Amtsärzte. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

 

Welche Fälle sind meldepflichtig und welche Informationen werden ans Robert Koch-Institut übermittelt?

Die Ärztin oder der Arzt, die oder der bei einer Patientin oder einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung mitgeteilt werden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Übermittelt werden dabei Angaben wie der Name, die Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren und die notwendigen Maßnahmen einleiten kann. Die zuständigen Gesundheitsämter übermitteln die Informationen zu COVID-19-Fällen elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort an das RKI, allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Website des RKI.

 

Wie werden Laborkapazitäten ausgeweitet?

Seit Beginn der Pandemie wurden die Testkapazitäten kontinuierlich erhöht. Laut RKI wurde die Erweiterung der Testkapazitäten unter anderem dadurch ermöglicht, dass dafür notwendige Gerätesysteme installiert wurden, die jeden Tag eine sehr große Anzahl von Proben verarbeiten können. Außerdem wurde die entsprechende Verfügbarkeit der notwendigen Testreagenzien sichergestellt. Zusätzlich wurde Personal aufgebaut und geschult, die entsprechende Prozessorganisation inklusive der Verfügbarkeit von Abstrichtupfern und den für solche Testzahlen notwendigen Abnahmekapazitäten in Testzentren, Abstrichstellen und Arztpraxen sowie Krankenhäusern angepasst. Nach dem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz werden Möglichkeiten geschaffen, um zusätzlich veterinärmedizinische Laborkapazitäten für die Auswertung von Tests nutzen zu können.

 

Sie hatten Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person. Was tun?

Wenn Sie Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten Sie zu Hause bleiben und sich umgehend telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt wenden – auch wenn Sie keine Krankheitszeichen haben (siehe auch Themenseite „Was tun bei Verdacht auf eine Infektion?“). Das Gesundheitsamt wird Sie über die weiteren erforderlichen Schritte informieren. Welches Gesundheitsamt für Ihren Wohnort zuständig ist, kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts ermittelt werden.

 

Ich habe Husten und Fieber, was soll ich tun?

Wenn Sie Krankheitsanzeichen wie Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeine Schwäche bemerken, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten, sollten Sie zu Hause bleiben, die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und sich telefonisch beraten lassen. Rufen Sie am besten die Telefonnummer 116117, eine lokale Corona-Hotline, die Hausarztpraxis oder einen anderen behandelnden Arzt bzw. eine Ärztin an. Diese Kontaktstellen informieren über das weitere Vorgehen. Wenn Sie nicht gleich jemanden erreichen, versuchen Sie es erneut. In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollten Sie die Notfallnummer 112 anrufen. Um sich und andere zu schützen, sollten Sie auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufsuchen.

 

 

Wer wird auf das Coronavirus SARS-COV-2 getestet?

Welche Personen in Deutschland getestet werden sollen, beschreibt die Nationale Teststrategie. Diese dient dazu, vorhandene Testkapazitäten möglichst zielgerichtet einzusetzen.

So soll ein Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 zum Beispiel erfolgen, wenn eine Bronchitis oder Lungenentzündung, schwere Krankheitszeichen wie Atemnot, Fieber oder andere Anzeichen von COVID-19 wie die Störung des Geruchs- und Geschmackssinns vorliegen

Unabhängig davon, ob Sie Krankheitszeichen haben, gilt: Wenn Sie innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt zu einer Person hatten, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, sollten Sie zu Hause bleiben und sich umgehend telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt wenden.

 

 

Welche Rolle spielen Testergebnisse, die fälschlicherweise eine Ansteckung feststellen?

Wenn eine Person ein positives Testergebnis bekommt, obwohl keine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 stattgefunden hat, wird dieses Testergebnis als „falsch-positiv“ bezeichnet. Aufgrund der Eigenschaften von PCR-Tests, welche für die Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 verwendet werden, und hoher Qualitätsanforderungen kommen falsch-positive Befunde bei der Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 nach derzeitigen Erkenntnissen nur selten vor.

Häufig wird angeführt, dass durch vermehrtes und ungezieltes Testen der Anteil von falsch positiven Testergebnissen zunimmt. Generell wird die Aussagekraft von diagnostischen Tests (neben deren Qualitätsmerkmalen und der Qualität von Probennahme, Transport, Durchführung und Befundung) auch von der Verbreitung eines Erregers in der Bevölkerung beeinflusst. Je seltener eine Erkrankung ist und je ungezielter getestet wird, umso höher sind die Anforderungen an die Empfindlichkeit (Sensitivität) und die Zielgenauigkeit (Spezifität) des Tests. 


Wie werden die Tests durchgeführt?

Zur Abklärung einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2 wird ein direkter Erregernachweis durchgeführt. Hierfür wird eine Probe aus den Schleimhäuten der oberen und/oder tiefen Atemwege untersucht, da sich das Virus bei einer Infektion dort vermehrt. In der Regel wird die Probe mit einem speziellen Tupfer durch einen Abstrich von der Rachenwand oder aus dem Nasen-Rachenraum entnommen. Wenn sich Symptome der tiefen Atemwege zeigen, werden Proben auch durch Hustenauswurf, Spülungen oder die Entnahme von Sekret aus der Luftröhre gewonnen. In einem Diagnostiklabor wird mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) untersucht, ob das neuartige Coronavirus in der Probe enthalten ist. Bei der PCR wird Erbmaterial von Viren im Labor so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es zuvor nur in geringen Mengen vorlag. Es besteht zudem die Möglichkeit der Antigen-Tests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen. Dazu wird eine Probe von einem Nasen- Rachen-Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Ein positives Antigen-Test Ergebnis muss mittels PCR bestätigt werden.

 

Wie muss ich mich auf den Test vorbereiten? Darf ich davor essen?

Vor dem Test können Sie Essen und Trinken zu sich nehmen und müssen keine weiteren Vorbereitungen treffen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie vor dem Test über alle weiteren Schritte informieren. Auf dem Weg zum Testzentrum, beachten Sie bitte unbedingt weiterhin die AHA-Formel (Abstand, Hygieneregel und Alltagsmaske).

 

Wie lange dauert es, bis ein Testergebnis vorliegt?

Je nach Auslastung der Testzentren sollte das Testergebnis nach etwa 24 bis 48 Stunden vorliegen.

Bei Antigen Schnelltests liegt das Ergebnis bereits binnen 5-15 Minuten vor.

 

Muss ich mich in Quarantäne begeben, bevor mein Testergebnis bekanntgegeben wird?

Wenn Sie einen Test gemacht haben, weil Sie zum Beispiel Krankheitszeichen einer Corona-Infektion haben oder Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen hatten, sollten Sie zuhause bleiben und Kontakte zu anderen Menschen vermeiden, bis das Testergebnis eintrifft.

 

Wer zahlt die Tests?

Die Kosten für die Tests werden unter bestimmten Voraussetzungen aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds gezahlt, an den der Bund im Juli 2020 einen ergänzenden Zuschuss gezahlt hat.

 

Gibt es Sanktionen? Wie sehen diese konkret aus?

Bei Verstoß gegen die oben genannte Pflicht zur häuslichen Quarantäne können durch die zuständigen Behörden vor Ort Bußgelder verhängt werden.

 

Wie erfährt das Gesundheitsamt am Heimatort, dass jemand aus einem Risikogebiet eingereist ist und in Quarantäne muss?

Sie müssen sich sofort bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. Ab dem 8. November machen Sie das über die digitale Einreiseanmeldung. Auf der Homepage www.einreiseanmeldung.de geben Sie die Informationen zu ihren Aufenthalten der letzten 10 Tage an. Nach vollständiger Angabe aller notwendigen Informationen erhalten Sie eine PDF-Datei als Bestätigung. Ihr Beförderer wird vor der Beförderung (im Eisenbahnverkehr u.U. auch noch während der Beförderung) die erhaltene Bestätigung bei Ihnen kontrollieren. Die Pflicht zur digitalen Einreiseanmeldung gilt unabhängig davon, ob Sie ein Beförderungsunternehmen nutzen oder im Individualverkehr reisen. Auf die damit hinterlegten Daten kann das Gesundheitsamt digital zugreifen und erhält dadurch Kenntnis von der Quarantänepflicht der einreisenden Person.

Testanlaufstellen

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Wer hat Anspruch auf einen Test?

Die Nationale Teststrategie sieht vor, welche Personengruppen getestet werden sollten und einen Anspruch auf einen Test haben.

Informationen dazu finden Sie hier. Ob ein Test nach diesen Kriterien durchgeführt wird, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte vor Ort. Zur Abklärung sollten Sie vorab die Corona-Anlaufstelle anrufen und einen Termin vereinbaren.

 

Wann soll ich mich testen lassen?

Wer schwere Erkältungssymptome oder andere typische Symptome für COVID-19 (z. B. Geruchsverlust) hat, sollte sich telefonisch bei der Hausärztin bzw. dem Hausarzt, unter der Nummer 116 117 oder beim Gesundheitsamt melden. Das gilt auch für Personen, die leichte Symptome zeigen und Kontakt zu jemandem hatten, der positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde.

 

Wer entscheidet, ob ich getestet werde?

Normalerweise entscheidet der behandelnde Arzt bzw. die Ärztin oder der Arzt/die Ärztin beim Gesundheitsamt, ob ein Test durchgeführt wird.

 

Werden jetzt alle Bewohner und Bewohnerinnen in Pflegeheimen und alle Schülerinnen und Schüler in Bildungseinrichtungen getestet?

Mit Reihentests in Pflegeheimen, Schulen oder Kindertagesstätten lassen sich Infektionsketten schnell erkennen und frühzeitig unterbrechen. Deshalb können alle Personen in solchen Einrichtungen getestet werden, wenn in der jeweiligen Einrichtung ein Fall aufgetreten ist. In Pflegeheimen und Pflegediensten kann auch unabhängig von aufgetretenen Fällen getestet werden. Ob so ein Reihentest durchgeführt wird, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Die nationale Teststrategie sieht vor, dass asymptomatische Personen in Pflegeeinrichtungen mittels eines Antigen-Schnelltests getestet werden.

 

 

Werden jetzt alle getestet, die ins Krankenhaus kommen?

Ja. Wer stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wird, soll vorher auf SARS-CoV-2 getestet werden.

 

Werden auch Personen, die privat oder gar nicht versichert sind, getestet?

Ja. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten, wenn der öffentliche Gesundheitsdienst den Tests veranlasst hat. Das gilt unabhängig vom Versicherungsstatus der zu testenden Person.

 

Was müssen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser tun, um Antigen-Schnelltest zu beantragen?

Pflegeheime und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens haben nach der Test-Verordnung den zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in der Regel dem zuständigen Gesundheitsamt, ein Test-Konzept vorzulegen und parallel die Tests zu beantragen. Auf dieser Grundlage legt die zuständige Stelle des öffentlichen Gesundheitsdienstes bzw. das Gesundheitsamt fest, wie viele Antigen-Tests eine Einrichtung beschaffen kann, bzw. wie viele von der Pflege- oder Krankenversicherung finanziert werden. Die Menge ist abhängig von der Zahl der Menschen, die in der Einrichtung behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden. In stationären Pflegeeinrichtungen können z. B. bis zu 20 Tests pro Monat pro Bewohnerin oder Bewohner beschafft werden. Die Beschaffung der Tests müssen die Einrichtungen selbst übernehmen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt auf der Homepage weitere Informationen und verweist auf eine Liste der zugelassenen PoC-Antigen-Test. Die Tests können über die normalen Vertriebswege insbesondere über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden.

Test für Einreisende

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Wer entscheidet unter welchen Kriterien, welche Gebiete als Risikogebiete zählen?

 

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), das Auswärtige Amt (AA) und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) entscheiden anhand einer zweistufigen Bewertung, welche Gebiete als Risikogebiete eingestuft werden. In einem ersten Schritt wird festgestellt, ob in einer Region oder einem Staat mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner dokumentiert wurden. Während der zweiten Stufe werden Staaten oder Regionen identifiziert, in denen trotz des oben genannten Grenzwerts die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos besteht. Dieser Schritt erfolgt mithilfe der Berichte des AA, ggf. des BMG sowie des BMI, in welchen die jeweils getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beleuchtet werden. Besonders wichtig sind dabei die Infektionszahlen, die Art des Ausbruchs (lokal begrenzt oder flächendeckend), Testkapazitäten, durchgeführte Tests pro Einwohner sowie die in den Staaten ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Ebenso wird berücksichtigt, wenn keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten vorliegen. Eine gemeinsame europäische Corona-Landkarte nach dem Ampelsystem soll der Übersicht des Infektionsgeschehens dienen. Je nach Infektionsrate werden einzelne Regionen als grüne, gelbe oder rote Zonen eingestuft. Gibt es keine verlässlichen Informationen, bleibt das betreffende Gebiet grau. Wenn sich innerhalb von zwei Wochen im Schnitt weniger als 25 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Corona-Virus anstecken, zeigt die Ampel Grün an. Das heißt: Reisebeschränkungen gibt es nicht. Sind es mehr als 25 Fälle springt die Ampel auf gelb, bei 50 oder mehr neuen Fällen gilt die Stufe rot. Auch in Deutschland gibt es Risikogebiete. Einige Bundesländer haben deswegen eigene Regelungen erlassen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Bayern hat beispielsweise eine neue, „dunkelrote“ Warnstufe für die Ampel ergänzt, die ab einem Inzidenzwert von 100 greift. Bitte informieren Sie sich auf der Seite Ihres Bundeslands.

 

Müssen sich alle Einreisenden aus Risikogebieten testen lassen?

Grundsätzlich müssen sich Einreisende aus Risikogebieten nicht testen lassen. Für Einreisende aus Risikogebieten gilt eine Pflicht für eine 10-tägige Absonderung (häusliche Quarantäne). Einreisende müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis darüber bei Einreise mit sich führen. Nach frühestens fünf Tagen Quarantäne können sich die Einreisenden auf Corona testen lassen. Ein negatives Ergebnis beendet die Quarantäne. Da die Länder die Muster-Quarantäneverordnung in eigener Zuständigkeit umsetzen, informieren Sie sich bitte über die Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes, in das Sie einreisen.

 

Warum müssen Einreisende aus anderen Gebieten nicht in Quarantäne?

Risikogebiete sind Gebiete, in denen nach Einschätzung der Bundesregierung ein erhöhtes Risiko besteht, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren. Um dem Eintrag von Infektionen aus dem Ausland nach Deutschland entgegenzuwirken, haben die Länder für Einreisende aus solchen Gebieten eine Quarantänepflicht vorgesehen. Die Bundesregierung prüft fortlaufend, welche Gebiete als Risikogebiete einzustufen sind. Die aktuelle Liste der Risikogebiete veröffentlicht das Robert Koch-Institut unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/NeuartigesCoronavirus/Risikogebieteneu.html.

 

Wie wird die Quarantäne kontrolliert?

Einreisende aus Risikogebieten sind verpflichtet, das zuständige Gesundheitsamt über ihren Aufenthaltsort in Deutschland zehn Tage nach Einreise zu informieren. Seit dem 8. November 2020 ist zu diesem Zweck die digitale Einreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de zu nutzen. Die lokalen Behörden führen anhand dieser Daten Stichprobenkontrollen zur Überwachung der häuslichen Quarantäne durch.

 

Wie wird bei Einreise mit dem Auto oder Zug kontrolliert?

 

Grenznah können durch die zuständigen Behörden Stichprobenkontrollen durchgeführt werden.

 

Wo können sich Einreisende testen lassen?

Unter der Telefonnummer 116 117 oder im Internet unter https://www.116117.de/de/coronavirus.php erfahren Reisende, wo Sie vor Ort einen Test machen können. Für Testungen bei Einreise stehen Testkapazitäten beispielsweise auch direkt an den meisten Flughäfen in Deutschland zur Verfügung.

 

Was ist mit Pendlern, sind das auch „Einreisende“?

Pendler aus Risikogebieten sind in der Regel nach landesrechtlicher Regelung von der Quarantäne-Verpflichtung ausgenommen.

Gibt es weitere Ausnahmen?

Ja, es gibt verschiedene Ausnahmen, zum Beispiel wenn man aus familiären Gründen einreist. Mehr dazu finden Sie hier: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/musterquarantaeneverordnung--1798178

 

Welche Auswirkungen hat das Testergebnis auf die Quarantäneregelungen?

Nach frühestens fünf Tagen nach der Einreise können Einreisende die Quarantäne vorzeitig beenden, wenn Sie ein negatives Testergebnis erhalten haben. Das Testergebnis zählt nur, wenn die Testung mindestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen wurde. Ein früher durchgeführter Test kann die Quarantäne nicht vorzeitig beenden. Da die Länder die Musterquarantäneverordnung in eigener Zuständigkeit umsetzen, informieren Sie sich bitte über die Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes, in das Sie einreisen.